Wer nicht laufen kann, muss fahren! Zugspitzerlebnis per Bahn.

Wer nicht laufen kann, muss fahren! Zugspitzerlebnis per Bahn.

Der eigentliche Plan war vor ein paar Wochen noch, die Zugspitze zu erwandern. Nach meinem Unfall fällt diese Unternehmung allerdings noch in die Kategorie „Schöne Idee, machen wir aber erst im nächsten Jahr“. Da ich allerdings schon lange nicht auf dem höchsten Berg Deutschlands war und Freunde zufälligerweise das gleiche Ziel im Kopf hatten, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, ausnahmsweise mal mit der Bahn zu fahren.

zugspitze_portraetIm Normalfall meide ich Bergbahnen, wie ein kleines Kätzchen die Regentonne. Schließlich geht bei der kurzen Fahrt das ganze Naturerlebnis flöten. Aber außergewöhnliche Umstände erfordern nunmal alternative Maßnahmen. Und 2.962 Meter dürfen auch mal erfahren werden. Wir entschieden uns dafür, die Gondelbahn vom Eibsee zu nehmen und erst einmal direkt auf das Zugspitzplateau zu fahren. Von dort aus kann die Gletscherbahn beliebig oft genommen werden um zwischen Gletscherplattform und Gipfel zu pendeln. Das Angebot haben wir natürlich rege genutzt.

Das Spektakel auf der Zugspitze

Auf dem höchsten Wipfel Deutschlands ist natürlich allerhand geboten: Eine Gletscherführung, die an der kleinen Kapelle vorbeiführt, ein Museum, in dem man allerhand über die Historie der Erschließung des Massivs erfährt und natürlich jede Menge kulinarische Köstlichkeiten stehen auf dem Programm. Wer schon immer die höchst gelegene Bratwurst Deutschlands essen wollte, wird hier fündig.

zugspitze_fuesse

Nein, ich entscheide mich für Apfelstrudel und lausche gespannt den Ausführungen eines mittelalten Outdoorliebhabers, der die Klettersteigvariante genommen hat. 6 Stunden ist er von Garmisch geklettert und sieht dabei sehr gechilled aus. Beeindruckend! Er gibt mir den Tipp, dass ich doch zwei Tage Wanderung von der Höllentalklamm einplanen sollte, um das Ambiente noch länger zu genießen. Er hat schon diverse Varianten ausprobiert und geht einmal jährlich dorthin. Super, dann plane ich mal fürs nächste Jahr ein Zugspitzwochenende ein.

Ob man das ganze Spektakel nun gut findet, darüber kann man sich jetzt streiten. Die Ruhe der Berge sucht man natürlich vergebens, einen großen Gletscher auch. Der ist traurigerweise schon ziemlich weggeschmolzen. Ich bin trotzdem froh, hochgefahren zu sein. Das Panorama ist einfach einzigartig und die dünne Bergluft lässt mein Outdoor-Herz schneller schlagen, auch wenn ich nur ein paar Schritte mit Turnschuhen über den Gletscherweg flaniert bin.

Zurück geht’s mit der alten Zahnradbahn. Die ist allerdings viel langsamer als die Gondel und man sieht nix, da sie direkt durch das Gestein fährt.

Ein Erlebnis war es allemal, ich freue mich auf jeden Fall schon auf meinen nächsten Besuch, dann mit Bergschuhen und Rucksack 🙂

One Comment

  1. Karin

    Das ist wirklich nur noch ein trauriger Rest Gletscher… 🙁

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