Cupcakes, Frost und Hochhaus-Panoramen – Urban Outdoor im Big Apple (I)

Cupcakes, Frost und Hochhaus-Panoramen – Urban Outdoor im Big Apple (I)

Mein Outdoor-Jahr 2014 startete im Großstadtdschungel. Ich hielt es für eine gute Idee, die kalte Jahreszeit zu nutzen, um mit meinen geplanten Urban Outdoor Abenteuern zu starten. Und das nicht irgendwo, sondern im Big Apple.

K1600_IMG_0636Die Metropole beeindruckte mich vom ersten Augenblick. Das Wolkenkratzer-Panorama flößte mir aber auch gehören Respekt ein. Lina Luftig allein in New York – ob ich mir das gut überlegt hatte? Die ersten Bedenken lösten sich zum Glück bald in Luft auf, da die Stadt einige Annehmlichkeiten bietet, die das Einleben sehr schnell zulassen. Da wäre zum Beispiel das in Blocks aufgebaute Straßensystem. Da fällt es selbst mir schwer mich zu verlaufen. Oder die sehr freundlichen und offenen New Yorker, die sehr hilfsbereit sind.

Draußen unterwegs in New York

K1600_IMG_0596Natürlich habe ich mir allerhand Sehenswürdigkeiten angeschaut. Aber unter dem Aspekt „Urban Outdoor“ hat es mich auch immer wieder nach draußen gezogen. Und siehe da: Es gibt sie überall, die grünen Flecken, die Inseln der Ruhe und vor allem meine Favoriten – die luftigen Aussichtspunkte, die jedes Outdoorherz höher schlagen lassen. Nur sind diese Outdoor-Spots eben einbetoniert oder wie in meinem Beispiel von Wolkenkratzern umgeben. Den Big Apple habe ich eingehend auf seine Outdoortauglichkeit überprüft und dabei ist mir nicht nur warm ums Herz geworden sondern vor allem kalt um die Nase.

-15 Grad tagsüber. Zugegeben, das war jetzt nicht ganz so geplant. Aber Anfang des Jahres ist es eben kalt und im Frühling einen Städtetripp machen, das kann ja jeder. So setzte ich meine Pudelmütze auf, packte Cupcakes statt Powerbar, Kolumnem von Carry Bradshaw statt Outdoorführer und Subwayplan statt Höhenprofilen in meine Tasche und stürzte  mich in das Abenteuer Großstadt. Dabei habe ich ein paar wunderschöne Outdoor-Spots entdeckt. Und auch die Kälte zu schätzen gelernt.

Outdoor-Spots in New York – Teil 1

Ja, es gibt tatsächlich einige Spots, die es verdienen erwähnt zu werden, so dass ich euch meine Favoriten in zwei Teilen beschreibe.

K1600_IMG_0535Highline Park – Zugegeben die Bezeichnung „Park“ ist hierfür nicht ganz zutreffend wie ich finde. Wer hier eine Ansammlung von Bäumen, Vogelnestern und Eichhörnchenkolonien erwartet, der wird sicher enttäuscht. Vielmehr säumen grüne Büsche eine ehemals unansehnliche Hochbahntrasse. Naja, zumindest ist es im Sommer grün, im Winter braucht man schon ein bisschen Vorstellungsvermögen dafür. Denn auch in New York verlieren die wenigen Bäume und Büsche ihre Begrünung im Winter und stehen dann quasi als nackte braune Strunken dar. Schön finde ich es da trotzdem: Immerhin sieht man so noch die alten Schienen und kann erahnen, wie es da früher mal ausgesehen hat. Die Luft ist schön klar an meinem Spaziergangsmorgen, ich teile die Highline  nur mit wenigen hartgesottenen Joggern, die bei höheren Temperaturen sicher in Scharen hier auflaufen und eine genaue Inspektion unmöglich machen.

K1600_IMG_0848Brooklyn Bridge – dieses New Yorker Wahrzeichen verbindet Manhattan und Brooklyn über den East River. Es lohnt sich in jedem Fall die Brücke von allen Seiten zu betrachten – also von unten, in dem man mit einem Boot auf dem Hudson River entlangschippert, von oben mit einem Helikopter. Obligatorisch ist natürlich ein Spaziergang auf der Brücke – normalerweise kann der bis zu über eine Stunde dauern, je nach Frequenz der Fotostopps. Eisige Temperaturen wie ich sie hatte, verkürzen den Aufenthalt dann doch etwas. Man kommt auch einfach sehr schnell durch, da sich nur wenige bei dem eisigen Wind, der die Gesichtszüge einfrieren lässt, nach draußen trauen. Im Sommer wimmelt es hier sicher nur so von Leuten. Die Sicht auf die beiden verbundenen Stadtteile ist phänomenal.

K1600_IMG_0525Zugige Hostels – Was die mit Urban Outdoor zu tun haben? Zum Teil eine ganze Menge! Bei meinem kleinen Ausflug buche ich in gewohnter Manier eine einfache Unterkunft, ich bin ja schließlich nur zum Schlafen da. Allerdings habe ich nicht bedacht, vorher zu fragen, ob die Heizanlage funktioniert. Das tat sie nämlich nicht. Ende vom Lied ist, dass ich jetzt stolze Besitzerin eines tollen kältetauglichen und mittlerweile Hostelerprobten Schlafsackes bin. Wenn man sich in seinem Bett so fühlt, als würde man unter freiem Himmel schlafen, dann hat das sehr wohl einen gewissen Outdoor-Charme 🙂

Soviel zu meinen ersten Erfahrungen als Outdoor-Girl in der großen Stadt. Im zweiten Teil berichte ich über den sagenumwobenen Central Park, in dem schon Kevin allein in New York war, meinen Promenadenentdeckungen und dem besten Platz um einen New Yorker Sonnenuntergang zu erleben.

Leave a Reply

*