Ohne Limit: Nächtliches Geocaching und Rundwandern mit Outdoor-Bloggern

Ohne Limit: Nächtliches Geocaching und Rundwandern mit Outdoor-Bloggern

Ich mag Bloggerwanderungen. Zum einen fühle ich mich dann nicht ganz so nerdy. In der wandernden Bloggerzunft gibt es sicher immer jemanden, der öfter sein Handy oder wahlweise seine Kamera zieht.

Foto (2)Zum anderen macht es auch immer wieder Spaß, mit Gleichgesinnten über die neusten Beiträge, Techniken, Artikel und Co zu philosophieren. Man lernt immer dazu.

Vor kurzem war ich gemeinsam mit einigen Bloggerkollegen auf dem #bloggerhike auf der Lahnhöhen-Extratour unterwegs. Dort habe ich z.B. meinen ersten Geocache erlegt. Mitten in der Nacht an einem etwas gruseligen Ort mitten in Biedenkopf. Das war etwas spuky aber auch sehr abenteuerlich. Das mache ich schließlich auch nicht alle Tage.

Und das hab ich sonst noch so für mich entdeckt:

Perspektivenwechsel bringt Abwechslung

IMGP4652 (Kopie)

Man mag es kaum glauben, aber es gibt auch im Flachland schöne Wanderwege. Als ich in meiner Wahlheimat München erzählte, dass es mich zu einer Wandertour in den hohen Norden verschlägt, erntete ich nur betretenes Kopfschütteln. Nunja, immerhin sind wir in 1,5 Tagen auch an die 1.200 Höhenmetergrenze gekommen und haben 35 Kilometer hinter uns gebracht. Ich weiß zwar nicht genau, ob dort ein Messfehler vorliegt, aber viele Hügel bringen eben doch ein bisschen Strecke. Reine Wald- und Wiesn-Pfade durchquere ich selten. Das herbstliche Idyll von Biedenkopf über Friedensdorf wieder zurück zum Ausgangspunkt punktet mit schönen Einblicken in das mir bis Dato unbekannte Lahntal. Alle Hügelchen haben sogar einen Namen, besonders einprägsam: die Sackpfeife.

Netzindikator in der Pampa

IMGP4680 (Kopie)Woran erkennt man, dass man plötzlich mitten im Nirgendwo eine Stelle mit Netz gefunden hat? Richtig, die Blogger werden plötzlich ganz friedlich, zücken ihre schlauen Telefone und blicken glückselig auf ihre gerade funktionierenden sozialen Netzwerke.

Wem frühzeitig der Akku leer geht oder wer diesen verliert (das soll vorkommen, hab ich mir sagen lassen) hat in dem Fall einfach verloren. So ist das nunmal.

Der Weg ist das Ziel. Immer. Besonders bei schlechtem Wetter.

IMGP4567 (Kopie)Insbesondere der zweite Wegabschnitt hat mich durch schöne hügelige Landschaft dann doch verzückt. Das liegt vielleicht auch daran, dass wir am ersten Tag dank permanenter Nebelwand kaum etwas gesehen haben. Schade. Umso schöner war dann natürlich die unterhaltsame Begleitung. Wer dachte, dass wir stets brav in Reih und Glied aufgereiht durch den Wald flaniert sind, irrt gewaltig. Gleich nach den ersten 10 Minuten Fußmarsch sprang einer der Blogger überstürzt ins Gebüsch. Zwei andere folgten ihm. Wir Mädels schauten uns ganz irritiert an: Leiden die jetzt unter Verdauungsproblemen oder was ist da los? Schnell klärte sich die Situation auf. Während der gesamten Tour waren Geocaches versteckt, die letztlich zum eigentlich Cache am Ende der Tour führten. Da hatten wir einige Jäger und Sammler mit an Board.

Der Vorteil von Rundwanderwegen

Rundwanderwegen glänzen mit zwei großen Vorteilen: Man muss nicht denselben Weg hin-und zurückgehen, um den Start- mit dem Zielpunkt der Wanderung zu verbinden. Und, sollte man nach tagelangem Wandern nicht wieder am Ausgangspunkt zurück sein, hat man sich sicher verlaufen.
Der zweite Streckenabschnitt von Friedensdorf nach Biedenkopf hat mir besonders gefallen. Hier wechselten sich Feld- und Waldwege des Öfteren ab, gefühlt ließen wir am zweiten Tag auch mehr Höhenmeter hinter uns. Mich freute das. Die Jungs, die nachts zuvor noch im „No Limit“ – dem sagenumwobenen Dorfpub von Friedensdorf versackt sind – wurden zwar immer stiller, waren am Ende der Tour aber auch wieder top fit.

Fazit

Die Lahnhöhen-Extratour ist sehr sehenswert. Sportlich nicht zu ambitioniert, trotzdem merkt man abends seine Füße. Wer es unbedingt krachen lassen möchte, könnte die Tour auch an einem Tag durchziehen. Zeit für Fotostopps bleibt dann aber nicht. Dank sehr guter Wegbeschilderung ist eigentlich kein technisches Equipment nötig. Sicherheitshalber waren wir natürlich trotzdem sehr gut ausgestattet. Für Spiel und Spaß sorgen die zahlreichen am Wegesrand versteckten Geocaches.

Vielen Dank an meine Bloggerkollegen für die kurzweiligen Gespräche und die tolle gemeinsame Tour. Insbesondere an Jens für die Orga und den Chauffierservice! Ich freue mich schon auf das nächste Mal. 🙂

Folgende Blogger waren mit on Tour:

Jens vom Hiking Blog

Axel von der Outdoorseite

Petra und Martin von JeeperMTJ

Karin von HikeKarin

Kathrin von Fräulein Draussen

Jörg von Lahntastisch

 

 

4 Comments

  1. Sonya

    Eure Fotos, die ihr während der Wanderung gepostet habt, hatten mir schon Lust gemacht mitzukommen. Schade, dass ich wegen meiner Madeirareise nicht dabei sein konnte. Hört sich nach einem Riesenspaß und einer tollen Tour an. Ich finde auch, man muss nicht immer in die Alpen. Vor allem im Herbst ist eine Strecke mit viel Wald super. Und mit das schönste ist auch das gemeinsame Wandern und Austauschen. Das geht in der Ebene manchmal besser als bei einem supersteilen Anstieg. Beim nächsten Mal bin ich hoffentlich dabei.

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  2. Jörg

    Sehr treffend beschrieben… Oh, wer von uns ist denn im „No Limits“ versackt? Kann mich an nix mehr erinnern 😉

    Liebe Grüße

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  3. Herbstliche Bloggerwanderung auf den Lahnhöhen | Hiking Blog

    […] Karo von LinaLuftig | Ohne Limit: Nächtliches Geocaching und Rundwandern mit Outdoor-Bloggern […]

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  4. Meine Lieblingsfundstücke im November 2015 - soschy on tour

    […] Bloggerwanderung Lina Luftig war mit ihren Bloggerkollegen auf der Lahnhöhen-Extratour unterwegs. Neben ihrem ersten Geocache hat sie einiges mehr für sich entdeckt. > Ohne Limit: Nächtliches Geocaching und Rundwandern mit Outdoor-Bloggern […]

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