Mein Skilanglauf Début – Kleine Runde in Oberammergau

Mein Skilanglauf Début – Kleine Runde in Oberammergau

Im Dezember habe ich mich bereits ausführlich mit der Theorie des Skilanglaufs beschäftigt. Da der Schnee die Landschaft nun endlich in ein weißes Zuckermeer verwandelt hat, habe ich meine neuen Erkenntnisse natürlich sofort in die Tat umgesetzt. Eigentlich wollte ich meine ersten Langlauf-Schritte still und heimlich auf einer Loipe in der Nähe von München absolvieren. Es kam dann doch ein bisschen anders, was aber auch gut so war:

Meine ersten Skilanglauf Erfolge – Schlurfen ist das neue Gleiten

In meiner Vorstellung sollte das Ganze in etwa so ablaufen: Skier anschnallen, ab auf die Loipe und elegant drauflos heizen. In der Realität konnte ich die Punkte eins und zwei tadellos umsetzen. Das mit dem elegant und schnell, nun ja darüber könnte man jetzt diskutieren. Da mich Freunde zum Neujahrslanglauf eingepackt hatten, wurde aus dem still und heimlich zwar nichts. Allerdings hatte ich so meinen persönlichen Privatlehrer im Gepäck, was sich als sehr nützlich herausstellte.

Mone und KaroMeine Freundin Mone machte mit ihren neuen Langlaufbrettern ordentlich Tempo und glitt voran. Mein Privatlehrer Stephano zeigte mir, wie das mit dem Ausfallschritt ging. Arme nach hinten, möglichst großer Schritt, Rhythmus finden und dann ist da auch noch die Sache mit dem Gleichgewicht. Nach vorne schauen und Loipe treffen bzw. keinen umfahren gehört auch noch dazu, puh. Da war sie plötzlich, die berühmte Kluft zwischen Theorie und Praxis.

Aber so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen, sondern freute mich erst einmal darüber vorwärts zu kommen. Die Definition von „Erfolg“ ist ja zum Glück sehr individuell. Kreativ wie ich bin, habe auch gleich einen neuen Stil erfunden: Das „Schlurfen“. Dabei gleitet man nicht wie die Mainstream-Fahrer, sondern macht eigentlich alles anders herum: Schritte möglichst klein, eher tapsend als gleitend, Stöcke möglichst weit vorn zum Abstoßen einsetzen, konzentrierter Blick nach unten. Super ist, dass man aufgrund des erhöhten Krafteinsatzes dabei mehr Kalorien verbraucht. Ich challenge mich ja schließlich auch gerade selbst. Nachteil an diesem Stil ist, man ist mit Sicherheit nach spätestens einer halben Stunde völlig am Ende. 6km werden plötzlich zu gefühlten 20.

Foto (19)So entschloss ich mich dann doch, auch den normal klassischen Stil zu probieren. Mit Mone konnte ich zwar nicht Schritt halten, aber immerhin habe ich schon meine erste gewagte und blitzschnelle Überhol-Aktion durchgeführt. Und ja, die vor mir sind gefahren. Auch bin ich der Meinung, dass man mindestens einmal Schneekontakt haben sollte. Ich teste das sehr gern bei Abfahrten mit Kurven, schließlich sollte man die Konsistenz des Untergrundes gut einschätzen können.

Alles in allem kann ich sagen – Übung macht sicher den Meister, zum Schluss stand ich bereits viel sicherer auf den Brettern als ganz zu Beginn. Ein ganz großes Dankeschön geht an meinen Lehrer – der sich wirklich bemüht hat, sehr geduldig zu sein. 😀

Der Ort des Geschehens

Foto 14Oberammergau ist nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, auch die Loipen sind bestens für erste Schritte geeignet. Hauptsächlich fährt auch einer top-gespurten geraden Strecke, die auch kleine Anstiege und somit auch Mini-Abfahrten samt erwähnter Kurven bereithält. Wir sind dabei eine Kombination aus Dickelschwaig- und Graswangrunde gefahren, so ca. 6km. Als Mone dann am Parkplatz meinte „also normalerweise fahren wir die Runde jetzt nochmal“ – ist mir wohl alles aus dem Gesicht gefallen, so dass die beiden in schallendes Gelächter ausgebrochen sind. Nun, für das erste Mal, langt mir die Entfernung. Aber die Gegend ist wirklich toll, da werde ich sicher bald wieder hinfahren. Wenn der Schnee sich wieder Richtung München verirrt, dann übe ich vielleicht doch mal heimlich auf den nahe gelegenen Loipen.

 

One Comment

  1. Chris

    Danke für die Erwähnung! Viel Erfolg beim Challenge bis amoi wieder! 🙂

    Lg,
    Chris

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