Masca – Grüne Lieblingsoase auf Teneriffa

Masca – Grüne Lieblingsoase auf Teneriffa

Ich habe mich definitiv sofort in diesen magischen Ort im Teno-Gebirge auf Teneriffa verliebt. Vielleicht liegt es daran, dass hier alles so schön grün ist und dass das Städtchen Masca wie ein verwunschener Ort aus einem Indianer Jones Film am Berghang schlummert. Vielleicht aber auch daran, dass hier kaum jemand das Wanderwegenetz nutzt und ich so meinen Gedanken ganz ungestört nachhängen kann, während ich das tolle Panorama auf die grüne Oase und das Meer im Hintergrund habe. Woran auch immer es lag, es hat mir auf jeden Fall so gut gefallen, dass ich mich gleich zweimal auf den Weg machte.

Kakteen oberhalb von Masca

Wanderung nach Masca von Palmar aus

Und zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich dieses Gebiet zu erschließen. Als erstes habe ich mich für den Aufstieg von Palmar aus entschieden. Von hier aus tauche ich das erste Mal zu Fuß in das Teno-Gebirge ein.

Wanderung durchs Teno-Gebirge nach Mascajpeg

Der Pfad an sich ist technisch umschwierig und eine gelungene, sehr grüne Abwechslung zum kargen Lava-Hochland von Teneriffa. Endpunkt ist des Panoramacafe Mirador de la Cruz de Hilda vor Masca. Von hier aus habe ich eine prima Aussicht auf den Ort und kann in Ruhe einen Cafe genießen. Naja, wirklich ruhig ist es natürlich nicht. Hier halten irgendwie alle an, die sich die fiese Serpentinenstraße entlangquälen.

 Weitere Wandermöglichkeiten rund um Masca

KaktussaftDas zweite Mal bin ich dann doch mit dem Auto angefahren, um direkt nach Masca abzusteigen. Der Plan in die Masca Schlucht zu wandern scheiterte dann aber daran, dass die Schlucht wegen Steinschlag geschlossen war. Das hat mich dann doch abgeschreckt. Ich habe daraufhin erstmal einen frisch gepressten Kakteen-Saft in einem winzigen Straßenkaffee getrunken. Den kann man nämlich nicht nur schön fotografieren, sondern tatsächlich auch trinken. Ist sogar ungewohnt lecker und natürlich gaaaanz gesund.

Masca

Nebenbei studiere ich eifrig meine  Wanderkarte. Nur rumsitzen den ganzen Tag wollte ich dann doch nicht. Mir fiel wieder ein, dass ich beim ersten Mal ein Pfad kreuzte, der zu einem weiteren Aussichtspunkt führte. Das schien mir eine gelungene Alternative – wenn es die Schlucht nicht sein soll, dann eben ein anderer Berg. Hauptsache ich kann das grüne Tal noch weiter genießen. So mache ich mich wieder auf den Weg Richtung Palmar, biege ab auf dem höchsten Punkt nach links ab. Neues Ziel ist der Cumbre de Masca, auf meiner Karte als Aussichtspunkt markiert. Ein sehr schmale und teils überwucherter Pfad schlängelt sich einige Höhenmeter bergauf. Das man da ist, erkennt man an der wirklich tollen Aussicht auf Masca. Ich laufe dann noch etwas weiter zum Cumbre de Bolico, hier ist die Aussicht allerdings wenig spektakulär.

Auf meinem Rückweg werde ich von zwei deutschen Wanderern nach dem Weg gefragt. Und als ich wieder kurz vor dem Cruz de Hilda bin, werde ich sogar gefragt, wann denn der Bus fährt. Was habe ich nur an mir, dass mich immer alle nach dem Weg fragen, auch wenn es mitten in der Pampa ist?

Kakteen vor Masca

Insgesamt hat sich dieser kleine Schlenker rund um Masca auf jeden Fall gelohnt und ist eine gelungene Alternative zu meinem ursprünglichen Plan. Man muss da einfach emotional flexibel sein 🙂

Also nur, falls ich es noch nicht erwähnt habe: Masca auf Teneriffa ist mein bisher absoluter Lieblingsort: Grün, vielseitig, relativ ruhig, gemäßigtes Klima.
Was will das Wanderherz mehr?

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