Hiking auf Teneriffa – 6 Gründe, warum auch du es tun solltest!

Hiking auf Teneriffa – 6 Gründe, warum auch du es tun solltest!

Ich war noch nie auf den Kanaren, dementsprechend auch nicht auf Teneriffa und kannte die Insel bislang nur unter dem Deckmantel „Rentner-Domizil“. Klar, es laufen auch einige Ü60 Leute hier rum, aber es gibt zahlreiche Gründe, warum du das Wandervergnügen auf der 2057 quadratmetergroßen Insel mit vulkanischem Ursprung unbedingt schon vorher genießen solltest. Vielleicht wirst du ja auch ein Insel-Fan, so wie ich?

#1 Tolles Klima: In kurzen Hosen am 01. Dezember wandern

Wer nochmal vor dem grauen kalten Winter fliehen möchte, ist hier goldrichtig. Meine Dezemberanfangs-Tour durchs Teno-Gebirge an der Küste führte ich in kurzen Hosen und Sonnenhut durch. Im Hochland ist es natürlich entsprechend kühler, aber auch hier hatte ich wahnsinniges Wetterglück – immer Sonnenschein, nur ab und zu etwas Nebel, Regen nur in der Nacht. Wenn das keine guten Hiking-Voraussetzungen sind.

Die Weihnachtsbäume, die am 2. Advent aufgestellt wurden, passten allerdings nicht so in die Szenerie und haben mich etwas irritiert. So schnell kann man vergessen, dass wir ja bereits Winter haben.

#2 Auf zu neuen Höhen: 3.000er

teide_teneriffa

Für viele Wanderer sind es magische Höhengrenzen, die sie anstreben – die 3.000er und 4.000er Marken. Mit dem Teide und dem Pico Viejo können gleich zwei benachbarte 3.000er erklommen (wahlweise auch erfahren) werden und das ganz ohne Eispickel oder Kletterei. Etwas Orientierungssinn und ausreichend Kondition sollten vorhanden sein. Mir fehlte beides, habe trotzdem beide aufgrund von Wetterglück und einer unbändigen intrinsischen Motivation erklommen, aber dieses Erlebnis bekommt einen eigenen Beitrag 😀

#3 Sehr abwechslungsreiche Hochgebirgs-Lavalandschaft

pico-viejo_teneriffaGenerell bietet der Teide-Nationalpark zwar eine sehr karge aber dennoch sehr abwechslungsreiche Landschaft. Ich war eine Woche im Hochland unterwegs und habe immer wieder neue Facetten auf meinen Touren entdeckt. Ob weißer Bimsstein, rote Kraterlandschaft in den erloschenen Kratern der beiden Hauptberge oder schwarzes Lavagestein – mich haben diese Gesteinsformationen sehr in den Bann gezogen. Wahrscheinlich hätte ich auch noch ein paar Tage länger dort verweilen können ohne mich sattzusehen.

#4 Wilde Küstenlandschaft und grüne Palmenterassen als Kontrast

kueste_teneriffa

Als Kontrastprogramm habe ich das Teno-Gebirge im Nordwesten angesteuert. Die Küstenstraßen sind um einiges schmäler, die Berge um einiges niedriger, dafür aber auch sehr viel grüner und mediterraner als im Hochland. Hier merkt man deutlich die unterschiedlichen Vegetations- und Klimazonen der Insel. Zudem kann sich das sportliche Wanderherz jeden Abend den Sonnenuntergang über dem Meer anschauen und leckeren Fisch am Abend dinieren. Es wird also auch bei einem mehrwöchigen Wanderausflug keinesfalls langweilig und die 30er Sonnencreme kommt definitiv auch an den Beinen zum Einsatz.

#5 Schneller Wechsel zwischen den Wandergebieten möglich

strasse_teneriffaTeneriffa ist zwar die größte Insel der Kanaren, dennoch liegen die Wandergebiete recht dicht beieinander und sind auch mit dem örtlichen Busnetz gut zu erreichen. Das berichteten mir andere Wanderer. Ich habe mich für einen Mietwagen entschieden, was sich als Abenteuer für sich herausstellte. Einparken am Hang, Serpentinen fahren mit Busgegenverkehr und Rennradlern zwischendrin sind ab sofort kein Problem mehr. Bevor ihr Ausflüge zu entlegenen Regionen plant, solltet ihr euch aber die Straßen genau anschauen vorher. Die einzige Verbindung zu Teno-Alto ist einer sehr marode, bröckelnde fies enge Serpentinenstraße, die nur was für nervenstarke Fahrer (und Beifahrer) ist.

#6 Kostengünstiger Wanderurlaub

Bei den Kosten kommt es natürlich ganz auf persönliche Vorlieben an. Aber auch wer etwas auf den Geldbeutel achten will oder mehr Souvenirs kaufen möchte, kommt relativ günstig über die Runden. So habe ich z.B. für ein Essen mit Getränken rund 10 € bezahlt. Einen Mietwagen gibt es ab 100€ die Woche. Bei den Unterkünften habt ihr die Wahl zwischen schicken Hotels, könnt aber auch kostengünstigere Apartments wählen. Ich residierte in Vilaflor, im Hotel El Sombrerito und in Puerto de los Silos, in einem Apartment. Kann ich beides empfehlen.

On Top: Kulturelle Möglichkeiten

garachico_teneriffaSollte es mal regnen oder man den Wanderurlaub mit etwas Kultur aufpeppen wollen, gibt es auch hier zahlreiche Möglichkeiten. Santa Cruz, die Hauptstadt bietet sich für kulturelle Erkundungstouren natürlich an. Ich persönlich mag die kleinen Städtchen, wie Vilaflor, Garachico oder das bezaubernde Masca, weil sie sich trotz touristischer Angebote noch einen gewissen ursprünglichen Charme erhalten haben.

Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf den nächsten Inselbesuch!

 

One Comment

  1. Bjarne Fich

    Hello from Denmark.
    We meet at 3136 m. during the Pico Viejo trek, just between the dark rocky lava slopes to the top, and the gravel desert leading to Pico Viejo. You even got us in your picture. We were two kids and their father, trekking down from the top, across the Pico Viejo crater, down to the TF-38 main road. We did get down, but it was an extremely hard tour. The Pico Viejo crater was only half the way. But crossing the black craters on the slopes down was awesome. We ended up walking the last km in darkness, as the sun was setting. Thats not recommended. But we managed and had a fantastic experience.

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