EOFT 2015 – Mein Fazit

EOFT 2015 – Mein Fazit

Auch in diesem Jahr habe ich mir die European Outdoor Film Tour angeschaut. Wer einen Hauch von Abenteuer sehen und dafür nicht weit fahren möchte, ist bei diesem Filmfestival genau richtig. Athleten aus unterschiedlichen Disziplinen wie Freeski, Bergsteigen, Klettern, Reiten oder Longboarden berichten in Kurzfilmen über neuste Erkenntnisse und Expeditionen.

Bergstories wieder im Fokus der EOFT

Mein Outdoor-Herz schlägt natürlich insbesondere bei Bergpanoramen höher und die gab es reichlich bei der diesjährigen EOFT. Ich frage mich jedes Mal vorher, was man von der bevorstehenden EOFT erwarten kann, hat man doch eigentlich schon alles einmal auf der Leinwand gesehen. So standen dieses Jahr neben den Expeditionen und entlegenen Regionen insbesondere die Hintergründe der Sportler im Vordergrund. Von der Fitz-Roy Gruppe in Patagonien, über den K2 bis hin zu der unentdeckten Vulkaninsel Onekotan war in Sachen Höhenmeter einiges geboten.

Meine Favoriten der diesjährigen Tour: Die Besteigung des K2 und A Line across the sky

Meine favorisierten Filme dokumentierten natürlich ebendiese Bergabenteuer. Zum Einen faszinierte mich die Besteigung des K2 von Tamara Lunger. Die Südtirolerin erklimmt den 8.611 Meter hohen Gipfel und zeigt dem Zuschauer auch die Kehrseiten einer derartigen Expedition. Zweifel, Glück, Hoffnung aber auch Trauer begleiten die Athletin auf ihrem Weg und machen sie somit ein Stück nahbarer. Auch Sportler, die Großes vollbringen sind eben Menschen mit ganz normalen Gefühlen wie Liebeskummer und Zweifeln.

Auch meine zweite favorisierte Filmsequenz charakterisiert neben dem Bergabenteuer die Athleten. In diesem Fall Tommy Caldwell und Alex Honnold bei der Überschreitung der Fitz-Roy Traverse in Patagonien. Seit vielen Jahren versuchen sich gestandene Kletterer an diesem Vorhaben, als erste schaffen sollten es dann aber doch die beiden. Und das obwohl sie wenig alpine Bergerfahrung vorwiesen und mit ihren Tennisschuhen und nicht passenden Steigeisen nicht wirklich ausgerüstet erscheinen. Der Zuschauer fiebert mit und lässt sich von der positiven Energie der beiden anstecken. Vielleicht haben sie auch gerade aufgrund dieser unaufgeregten, positiven Art das Glück als erste die sieben Zinnen am Stück zu überqueren. Man kann nur erahnen, welche Strapazen und Schmerzen die beiden vor dem Erreichen des Ziels auf sich genommen haben.

Mein Fazit der EOFT 2015

Neben den wie immer spektakulären Naturaufnahmen ertönen auch immer häufiger ernste Töne. Es sei eben nicht nur faszinierend, sondern zuweilen auch sehr strapaziös und gefährlich einzigartige Outdoor-Abenteuer zu erleben. Es werden auch die Kehrseiten der Abenteuer-Medaille wie gesundheitliche Grenzen, zerschlissenes Equipment, Heimweh, sehr hohe Kosten und Verluste aufgezeigt. Man hat als Zuschauer das Gefühl den Athleten sehr nahe zu kommen und das macht die ganze Film-Tour für mich sehr authentisch.

Und natürlich verspüre ich danach sofort wieder den Drang mich selbst raus ins nächste Abenteuer zu stürzen 🙂 Es lohnt sich also!

Weitere Beiträge zur EOFT gibt´s hier:

Hiking Blog

Outzeit Passau

Freiluft Blog

Bergleben

Leave a Reply

*